Studium – welches nehme ich?

Die Wahl des richtigen Studiengangs ist schwierig. Wichtig dabei ist, dass man genau schaut, welche Kompetenzen und Interessen man bei einem Studiengang braucht. Andernfalls wird es dir entweder langweilig, oder du schaffst es nicht und hast Zeit verloren. Ein Studium legt die Grundlage für dein Berufliches Leben. In diese Bereich wirst du einen großen Teil deines Lebens involviert sein, deswegen sollte er dir Freude bereiten und dich erfüllen aber auch deinen Kompetenzen entsprechen. Von außen kann schlecht beurteilt werden, was in einem Studiengang relevant ist, was gelernt wird und ob das den eigenen Interessen entspricht. Deswegen könnt Ihr euch hier Erfahrungen von Studenten verschiedener Fächer ansehen!

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Politikwissenschaften

Ich heiße Alexandra, bin 21 Jahre alt und studiere Politikwissenschaften im 3. Semester in Freiburg im Breisgau. Die Regelstudienzeit für Politik geht drei Jahre, also sechs Semester. Mir gefällt das Studium sehr gut, ich habe Fächer wie Vergleichende Politikwissenschaften, Internationale Politik und Politische Theorie. Das hört sich alles sehr trocken an, tatsächlich aber lernt man aber von vielen verschiedenen Bereichen.

Wir lernen philosophische Grundlagen ( Hobbes, Rawls, Arendt), aber auch geschichtliche Zusammenhänge, der Aufbau von Staaten und Theorien zur Erklärung von Handlungen. Es geht ebenfalls um den Menschen als Individuum, also auch psychologische Aspekte. Wie in vielen Studiengängen aber muss man auch sehr viel sturr auswendig lernen, um es überhaupt anwenden zu können, zum Beispiel die verschiedenen Staatsformen und Regierungssysteme. Auch Mathematik ist dabei: Man muss Statistik schreiben, wobei viele Probleme haben. Ich würde sagen, man muss sich auf jeden Fall für Politik interessieren, sonst ist das ein sehr trockenes Studium. Auch wichtig ist das wissenschaftliche Schreiben: Man muss Hausarbeiten und Essays schreiben über aktuell politische Themen. Vorteilhaft ist dabei, dass man es sich meistens selbst aussuchen kann, was einen interessiert und worüber man schreiben möchte. Leider muss man bei solchen Arten von Arbeiten streng theoriegeleitet vorgehen und eine Theorie anwenden, um einen Sachverhalt zu beschreiben. Solche Arbeiten müssen die wissenschaftlichen Kriterien erfüllen, was manchmal sehr mühselig sein kann. Dennoch kann ich nach drei Semestern schon sagen, ich habe schon einiges über das System in dem ich lebe verstanden.

Wenn man ein Politikwissenschaftsstudium hat, kann man in vielen Bereichen tätig sein. Es ist also nicht wie beispielsweise bei einem Lehrstudiengang, bei dem man schon weiß, dass man Lehrer wird. Man hat die Möglichkeit im Journalistischen Bereich tätig zu sein, aber auch für (internationale) Organisationen oder Unternehmen. Man kann natürlich auch in Parteien tätig sein oder bei der Regierung arbeiten.



Wirtschafts,- und Werbepsychologie

Ich heiße Lisa und studiere im 3. Semester Wirtschafts-& Werbepsychologie.Es beinhaltet also sowohl die Grundkenntnisse der Wirtschaft (BWL, VWL etc.), als auch der Psychologie (Statistik, Forschungsmethoden, Kommunikation etc.) Es ist ein Studiengang, bei dem es vor allem darum geht, den Zusammenhang zu verstehen. Man wird letzten Endes im Unternehmen eingestellt aufgrund der psychologischen Kenntnisse, weshalb man verstehen sollte wie man die Abläufe in der Wirtschaft mit den Vorteilen der Psychologie verknüpfen kann. Jedoch habe ich festgestellt das man für ein gutes Ergebnis in den Prüfungen vieles auch einfach auswendig lernen kann.

Nach dem Bachelor stehen einem viele Bereiche der Unternehmensführung offen. Im Vordergrund stehen aber vor allem Berufe im Marketing-& Personalmanagement, sowie in der Marktforschung. Das Studium war fr mich die richtige Wahl, jedoch studiere ich an einer privaten Hochschule und würde nun im nach hinein lieber staatlich oder an einer anderen privaten Hochschule studieren. Ich finde gut das es ein sehr zukunftsorientiertes Studium ist, welches erst im kommen ist. Somit sind die Jobaussichten später nicht schlecht und auch breit gefächert. Da das Studium beide Teilbereiche enthält und nur 6 Semester lang ist (mit Praktikum und Bachelor-Thesis) geht man nicht wirklich in die Tiefe der einzelnen Fächer. Das heißt man lernt meist alles nur sehr grob und oberflächlich. Weswegen ein späterer Master zur Vertiefung in dem Bereich, in den man später arbeiten möchte, meiner Meinung nach von Vorteil ist. Natürlich steht das Interesse ganz oben. Sollte man z.B. diesen Studiengang als Alternative zu einem Psychologiestudium wählen, aber gar kein Interesse an der Wirtschaft haben würde ich dieses Studium nicht empfehlen.

Man sollte gut auswendig lernen können, jedoch kommt man vor allem im psychologischen Teil um Verständnis-& Anwendungsaufgaben nicht drum rum. Um das Fach studieren zu können, braucht man ein Abitur oder die Fachhochschulreife (variiert je nach Hochschule). Anfangs dachte ich, man geht mehr in die Tiefe der einzelnen Fächer und das nicht ganz so viel Wirtschaft vorhanden ist. Jedoch ist es bis jetzt von der Aufteilung her eher 60% Wirtschaft und 40% Psychologie.

Betriebswirtschaftslehre

Ich heiße Lara, bin 21 Jahre alt und mache derzeit ein duales Studium im Bereich BWL-Industrie. Ich bin jetzt im 5. Semester, habe also noch ein Jahr vor mir. Um ein duales Studium absolvieren zu können, muss man sich etwa ein Jahr vor Studienbeginn bei Unternehmen um einen Studienplatz bewerben. Bekommt man die Zusage eines Unternehmens, kann man sich auch an der Hochschule immatrikulieren.

Das Studium ist dann wiederum gegliedert in Praxis- und Theoriephasen, die immer jeweils drei Monate lang sind. Während meiner Theoriephasen bin ich an der Dualen Hochschule in Lörrach und habe dort diverse Vorlesungen rund um das Thema Betriebswirtschaftslehre. Auf meinem Phasenplan stehen dann Fächer wie: allgemeine BWL, VWL, Personalwesen, Marketing, Controlling und vieles mehr. Am Ende jeder Theoriephase werden dann Prüfungen über die jeweiligen Module geschrieben. Die Phasen an der DH ähneln ein bisschen dem Schulalltag. In meinem Kurs sind etwa 20 Studenten und wir haben in den ersten vier Semestern alle Fächer gemeinsam. Ab dem fünften Semester hat man die Möglichkeit Vertiefungsmodule zu wählen.

In meinen Praxisphasen arbeite ich um Unternehmen. Ich bin jede Praxisphase in unterschiedlichen Abteilungen und bekomme somit Einblick in viele kaufmännische Bereiche des Unternehmens. Innerhalb einer Abteilung können total unterschiedliche Aufgaben anfallen. Mal arbeite ich relativ selbstständig an einer längerfristigen Aufgabe oder einem Projekt, mal unterstütze ich Abteilungen im Tagesgeschäft und bei anderen kleineren Tätigkeiten.

Im Großen und Ganzen hat man durch die Abteilungseinsätze die Möglichkeit viele neue Eindrücke zu gewinnen und sammelt während des Studiums die ersten Berufserfahrungen. Das Studium ist sehr vielfältig, eine super Grundlage und hat mir sehr dabei geholfen, mir im klaren darüber zu werden, was ich beruflich zukünftig machen möchte

Lehramt

Mein Name ist Holger Ganschow. Derzeit studiere ich Grundschullehramt im 6. Semester an der Otto-Friedich-Universität Bamberg. Ich studiere Deutsch im Hauptfach und DiDaZ (Didaktik des Deutschen als Zweitsprache), Mathe und Sport als Nebenfächer. Wenn alles gut geht, habe ich in 1,5 Jahren mein Erstes Staatsexamen in der Tasche und kann ein Jahr später ins Referendariat einsteigen.

Mein Wunsch, Lehrer zu werden, stand schon relativ früh fest. Die Entscheidung für die Grundschule fiel erst ein Jahr vor dem Abitur. In der 9. Klasse absolvierte ich mein erstes 1-wöchiges Praktikum in einer Grundschule. Nach dem Abitur machte ich erst einmal ein FSJ und währenddessen absolvierte ich über 4 Wochen mein Orientierungspraktikum. Mein Fehler war, dass ich mir während des Orientierungspraktikums nur die Grundschule angeschaut habe. Dabei hätte ich auch die Möglichkeit gehabt, in andere Schularten hineinzuschnuppern. Das Orientierungspraktikum und die Arbeit mit den Kindern bereiteten mir auf jeden Fall viel Freude und voller Elan begann ich mein Studium.

Das erste Semester war ein harter Brocken. Zurecht finden in der Stadt, in der Uni und mit den Online-Systemen. Dazu kam der eigene kleine Haushalt im WG-Zimmer. Alles in allem – eine völlig neue Welt, in die man sich einfinden muss.

Eigentlich hätte es mir klar sein müssen: An der Universität absolviert man ein wissenschaftliches Studium. Dennoch war die Ernüchterung groß, wie theoretisch die Inhalte am Anfang waren und dass es wie in der Schule wieder darum ging, Fachbegriffe auswendig zu lernen. Doch ich kann jeden beruhigen, der ebenfalls in Erwägung zieht, Grundschullehramt zu studieren: Es gibt auch praxisnähere Seminare und Praktika, die einen ein wenig darauf vorbereiten, was einen im Schulalltag begegnen wird. Nichtsdestotrotz, eine etwas situationsnähere Ausbildung und ein etwas geringerer wissenschaftlicher Anteil an der Universität wären wünschenswert.

Du möchtest Grundschullehrer*in werden? Sehr gut! Das ist ein sehr sinnvoller Beruf. Gerade Kinder im Grundschulalter besitzen eine natürliche Neugier und sind schnell interessiert. In der Universität lernt man viel darüber, was eine gute Lehrerin bzw. einen guten Lehrer ausmacht. Letztendlich läuft es aber auf eine Sache hinaus, die am wichtigsten ist: Man muss Kinder mögen!

Erziehungswissenschaften 

Hey ich bin Elo und studiere Erziehungswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Grundsätzlich sind Bachelor Studiengänge modularisiert. Ein Modul ist eine Zusammenfassung von ein oder mehreren Veranstaltungen. Das können Vorlesungen, Seminare oder beides sein. Ein Semester in diesem Studiengang ist in zwei oder drei Module unterteilt. In jedem Modul ist eine Prüfungsleistung, in Form einer Klausur oder einer Hausarbeit, zu absolvieren. Zudem werden die Module mit ECTS- Punkten bewertet. Das Ziel des Studiengangs ist es eine breite erziehungswissenschaftliche Qualifikation zu erlangen. Der Bachelor Erziehungswissenschaften ist berufsqualifizierend. Man kann jedoch selbstverständlich einen Master in allen möglichen dran hängen. Was aber vor allem zählt ist, dass man neben dem Studium praktische Erfahrungen sammelt.

Das Lernen in den ausgewählten Modulen ist als ein weitgehend selbstgesteuerter und sozialer Prozess konzipiert, der jedoch durch notwendiges Maß an Vorgaben und Hilfen von den Dozenten unterstützt wird. Selbstgesteuert und sozial bedeutet hier, dass es in jedem Modul sehr viele Gruppenarbeiten gibt, in denen man sich mit seinen Kommilitonen austauscht und sich mit allen möglichen Themen kritisch auseinandersetzt.

Nun zum Aufbau des Studiums. Das Studium besteht aus sechs Semestern, die aufeinander aufbauend sind. Das erste Semester besteht aus drei Modulen. Das erste Modul heißt Fachwissenschaftliche Grundlagen. In diesem Modul hat man jeweils eine Vorlesung in den Fächern Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften. Das zweite Modul heißt Grundlagen der Erwachsenenbildung und Sozialpädagogik. Hierbei erhält man durch eine Vorlesung einen ersten Einblick in diese beiden Fächer, die für den weiteren Verlauf des Studiums sehr wichtig sind. Das dritte Modul heißt Forschungsmethoden. Hier erlernt man, wie man wissenschaftlich forscht. Zudem erhält man schon erste Anstöße und Einblicke, die für die Bachelorarbeit im sechsten Semester von großer Wichtigkeit sind. Im ersten Semester schreibt man zwei Klausuren und eine Hausarbeit. Die erste Klausur besteht aus den drei Fachwissenschaftlichen Grundlagen. Die zweite Klausur schreibt man in dem Modul Forschungsmethoden und die Hausarbeit in dem Modul Erwachsenenbildung und Sozialpädagogik über ein Thema seiner Wahl, jedoch mit einem Bezug zum Modul.

Das zweite Semester besteht aus zwei Modulen. Das erste Modul sind fachwissenschaftlichen Vertiefungen in den drei Fächern Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie. Das zweite Modul heißt Adressat*innen und Arbeitsfelder. Dieses Modul besteht aus dem Wahlbereich erziehungswissenschaftliche, psychologische und soziologische Perspektiven auf Kindheit, Jugend und Erwachsene, dem Wahlbereich Erwachsenenbildung und Weiterbildung und dem Wahlbereich Sozialpädagogik. In jedem Wahlbereich gibt es vier Veranstaltungen aus denen man eine wählen muss. Zusätzlich muss man in diesem Modul eine Vorlesung besuchen, welche die Grundlage für das Praxissemester bildet, das man im vierten Semester absolvieren muss. In dem Modul fachwissenschaftliche Vertiefung schreibt man wieder eine fächerübergreifende Klausur und in dem Modul Adressat*innen und Arbeitsfelder eine Hausarbeit.

Das dritte Semester besteht aus drei Modulen. Zwei davon sind pädagogische Kernkompetenzen, die man wählen kann und das dritte Modul sind zwei Vorlesungen über das Recht der Weiterbildung und der Sozialpädagogik. Es gibt acht pädagogische Kernkompetenzen, aus denen zwei zu wählen sind. Diese sind Didaktik, Führen und Leiten einer sozialen Einrichtung, Erziehen und Beraten, Grundfragen sozialraumbezogener und diversitätsbewusster Pädagogik, Gruppenpädagogik, Bildung in der

Migrationsgesellschaft, Gender Studies und Gesundheitspädagogik. In beiden Kernkompetenzen schreibt man eine Hausarbeit und in dem Modul Recht eine Klausur.

Das vierte Semester ist das Praxissemester. Während des Praxissemesters arbeitet man insgesamt 800 Stunden über fünf bis sechs Monate hinweg in einer sozialen Einrichtung oder einem Unternehmen seiner Wahl. In diesem Semester muss man ein Praktikumsbericht anfertigen.

Das fünfte Semester besteht aus drei Modulen. Das erste Modul ist eine Pädagogische Kernkompetenz. Hierbei wählt man wieder eine aus den acht, die oben schon genannt sind, aus. Das zweite Modul heißt Erwachsenenbildung und Sozialpädagogik im gesellschaftlichen Kontext. In diesem Modul entwickelt man schon mal das Thema für die Bachelorarbeit, die man im sechsten Semester schreibt. Das dritte Modul heißt Studium Generale 1. Hierbei wählen Studierende Veranstaltungen im Umfang von sechs ECTS Punkten aus. Die Veranstaltungen sind aus einem anderen Studiengang an der PH oder nach Vereinbarung auch aus einem oder mehreren Studiengängen einer anderen Universität. In diesem Modul schreibt man eine Hausarbeit in der pädagogischen Kernkompetenz und ein Pflichtkolloquium über das Management und der Planung der Bachelorarbeit.

Das sechste und letzte Semester besteht aus drei Modulen. Das erste heißt Schlüsselqualifikationen. Hierbei lernt man etwas über wissenschaftliche Grundlagen, über die Vertiefung des Berufsfeldbezugs und über aktuelle Themen der Gesellschaft. Das zweite Modul ist das Studium Generale 2. Dies ist dasselbe wie im fünften Semester. Das dritte Modul ist die Bachelorprüfung. Hierbei vertieft man nochmal die Forschungsmethoden und schreibt dann schlussendlich die Forschungsarbeit/Bachelorarbeit. 

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Aleksandra N.D. Engler

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