Freiwilliges Soziales Jahr

Gleich studieren ? Eine Ausbildung ? Oder erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr ?

Die Entscheidung, die man nach dem Schulabschluss treffen muss, ist keine einfache. Sie wird dein Leben prägen! Eine Ansammlung von Möglichkeiten, bei der man das Beste wählen möchte und dabei doch nicht weiß, welche Vorzüge was hat. Noch weniger weiß man, was genau man denn studieren soll, welche Ausbildung man machen soll. Deswegen ist die Informationsbeschaffung ein wichtiges Mittel, um die Richtige Entscheidung für die Zukunft zu treffen. Lest hier Erfahrungsberichte über verschiedene Bereiche, in denen man ein Freiwilliges soziales Jahr machen kann!

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Was ist ein FSJ ?

Die Entscheidung, die man nach dem Schulabschluss treffen muss, ist keine einfache. Sie wird dein Leben prägen!

Eine Ansammlung von Möglichkeiten, bei der man das Beste wählen möchte und dabei doch nicht weiß, welche Vorzüge was hat. Noch weniger weiß man, was genau man denn studieren soll, welche Ausbildung man machen soll. Damit Ihr das besser könnt, lest was die Leute aus den Gebieten sagen!  Gleich Studieren? Eine Ausbildung? Erstmal ruhig und ein Freiwilliges Soziales Jahr?

Kindergarten

Ich bin Sandra (21) und habe 6 Monate lang meinen Freiwilligendienst in einer Kita absolviert. Es war eine sehr gute Entscheidung. Ich wusste zwar von Anfang an, ich möchte keine Kindergärtnerin werden, das hatte sich in den 6 Monaten nur bestätigt. Aber das lag eher daran, dass meine Interessen in ganz anderen Bereichen lagen und ich wusste, dass ich noch Zeit brauchte um das Richtige zu finden und nicht an dem Job selber. In der Kita waren nur Kinder bis 3 Jahre. Unser Tagesablauf war sehr geregelt, da eine Routine wichtig für die Kleinen ist. Ich habe genau die gleichen Aufgaben übernommen, die auch die Festangestellten erledigten. Ich durfte die Kinder wickeln, mit ihnen spielen und lesen, habe beim Mittagessen geholfen und kleinere Dinge wie die Wäsche zwischendurch oder einkaufen. Man braucht auch die ganze Zeit viel Aufmerksamkeit bei so jungen Menschen. Wenn ich gute Ideen hatte, die den Kindern gefallen könnten, durfte ich die sogar auch umsetzen. Manchmal gab es Treffen mit der ganzen Crew, manchmal Feste oder Veranstaltungen, bei denen man auch anwesend sein musste. Man muss auch stark auf seine Sprache achten, da wir als Vorbild der Kinder immer so agieren, handeln und sprechen müssen, wie die Kinder erzogen werden sollen.

Durch das FSJ hatte ich Zeit zu überlegen was ich studieren möchte, habe nebenher etwas Geld verdient und noch meine Kompetenzen erweitert. Ein FSJ macht sich in einem Lebenslauf immer gut! Die Erfahrung als Vorbildfunktion, als „Erwachsener“ in den Augen der Kinder war großartig. Man kann dadurch viel für sich selbst lernen, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur im physischen Sinn weil man auf Sie aufpassen muss, sondern weil die Kinder von einem lernen und nachahmen und man sich immer vorbildlich verhalten muss. 

Vorteilhaft bei einem FSJ ist auch, dass wenn man tatsächlich schon eine Idee hat in welchem Bereich man möchte und es möglich ist dort ein FSJ zu machen, die Chance hat in der Branche schon Erfahrungen zu sammeln und zu entscheiden, ob das wirklich was für einen ist. Und außerdem kann man ein FSJ- Arbeitsverhältnis auch leicht beenden, wenn man wirklich so gar keine Lust mehr hat.

Kirchengemeinde

Hallo, ich bin Grace und Ich habe meine FSJ beim ICF in Karlsruhe, einer freien Kirchengemeinde gemacht. Zu der Kirche gehört die Arche, die vom Prinzip stark der Arche in Berlin ähnelt. Meine Hauptaufgabe in der Arche war also größtenteils die Betreuung von sozial benachteiligten Kindern. Die Kinder wurden von mir und meinen Kollegen von der Schule abgeholt, wo sie dann ein warmes Mittagessen erhalten haben. Danach haben sie mit der Hilfe von mir und meinen Kollegen ihre Hausaufgaben erledigt. Anschließend gab es immer ein Programm, das wir in der Woche zuvor ausgearbeitet haben. Das konnten Bastel-, Sportangebote oder andere Aktivitäten sein. Wichtig war hier, dass die Kinder Spaß haben konnten und gefördert werden. Ab und zu gab es auch besondere Angebote wie der Besuch eines Restaurants, in dem wir mit den Kindern selbst Flammkuchen zubereiten konnten. Abends wurden die Kinder dann wieder nach Hause gefahren. Am Wochenende haben wir dann Kindergottesdienste organisiert und durchgeführt.

Allgemein kann ich sagen, dass das FSJ für mich ein sehr wertvolles Jahr war. In der Zeit habe ich sehr viel dazugelernt und mich charakterlich stark weiterentwickelt. Ich habe gelernt, was es bedeutet Verantwortung übertragen zu bekommen und diese auch zu tragen. Gleichzeitig wurde ich immer selbstständiger und selbstbewusster. Tag für Tag habe ich neue Dinge über mich selbst lernen und so immer besser herausfinden können, was für Stärken ich habe und worin meine Schwächen liegen. Im Umgang mit Kindern wurde ich immer sicherer und konnte immer mehr auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. All meine Erfahrungen, Erlebnisse und Wissens- und Charakterzuwächse zu beschreiben und kurz in Worte zu fassen, kann ich leider nicht. Ich kann allerdings sagen, dass ich jederzeit wieder ein FSJ, vor allem auch in dieser Einrichtung machen würde. In einem solchen Jahr lernt man so viele Dinge, von welchen man oft ein ganzes Leben lang zehren kann und die man meiner Meinung nach nicht, oder nur schwer anderweitig erlangen kann. Außerdem ist es eine sehr gute Alternative, wenn man nach der Schule nicht gleich eine Ausbildung oder ein Studium beginnen und trotzdem etwas Sinnvolles machen möchte. Ich kann nur jedem ein solches Jahr an’s Herz legen.

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Aleksandra N.D. Engler

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